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Dokumentationsstätte Goldbacher Stollen

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Ausstattung
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Aktualisiert am: 11.04.2026
Beschreibung

Dokumentationsstätte Goldbacher Stollen – Ein Ort des Erinnerns unter Tage

Am Rande von Überlingen erwartet Dich mit der Dokumentationsstätte Goldbacher Stollen ein eindrucksvoller Ort der Erinnerung. Tief im Fels verborgen, erzählt der Stollen ein bewegendes Kapitel deutscher Geschichte.

Geschichte & Hintergrund

  • Der Goldbacher Stollen wurde in den letzten Kriegsmonaten des Zweiten Weltkriegs errichtet. Zwischen 1944 und 1945 mussten Häftlinge des KZ-Außenlagers Überlingen-Aufkirch unter unmenschlichen Bedingungen ein mehrere Kilometer langes Stollensystem in den Fels treiben.
  • Ziel war es, kriegswichtige Rüstungsbetriebe aus dem bombardierten Friedrichshafen unterirdisch und damit vermeintlich sicher unterzubringen.
  • Rund 800 Zwangsarbeiter waren an den Bauarbeiten beteiligt – viele von ihnen überlebten die harte Arbeit, den Hunger und die Gewalt nicht. Mindestens 200 Menschen verloren dabei ihr Leben.

Der Stollen heute

  • Heute kannst Du Teile des rund 3,5 bis 4 Kilometer langen Stollensystems besichtigen. Die unterirdischen Gänge verlaufen tief im Molassefels und vermitteln eindrucksvoll die Dimensionen der Anlage.
  • Im Inneren herrscht ganzjährig eine Temperatur von etwa 12 °C, was den Besuch auch an warmen Tagen zu einem besonderen Erlebnis macht.
  • Die Atmosphäre im Stollen ist ruhig und zugleich beklemmend – ein Ort, der zum Nachdenken anregt.

Ausstellung & Vermittlung

  • Die Dokumentationsstätte legt großen Wert darauf, die Geschichte aus der Perspektive der Opfer zu erzählen. Zeitzeugenberichte, Archivmaterialien und pädagogisch aufbereitete Inhalte machen die Ereignisse greifbar und verständlich.
  • Dabei geht es nicht nur um Fakten, sondern auch um die Frage nach Verantwortung, Menschlichkeit und den Wert von Freiheit und Würde.

Führungen & Besuch

  • Ein Besuch ist ausschließlich im Rahmen von geführten Rundgängen möglich. Diese dauern in der Regel etwa zwei Stunden und vermitteln Dir fundierte Hintergrundinformationen zur Entstehung, Nutzung und Bedeutung des Stollens.
  • Öffentliche Führungen (1,5 -2 Stunden) finden am ersten Freitag jeden Monats und vom Mai bis September zusätzlich am dritten Freitag jeden Monats um 17 Uhr statt.
  • Hinweis: Aufgrund der Thematik und der Bedingungen im Stollen wird ein Besuch erst ab etwa 14 Jahren empfohlen.
  • Hunde müssen darußen bleiben.

Bedeutung als Gedenkort

  • Der Goldbacher Stollen ist heute ein Ort des Erinnerns und Mahnens. Ein Kreuz am Eingang sowie die Dokumentationsarbeit vor Ort erinnern an das Leid der Zwangsarbeiter und die Verbrechen der NS-Zeit.
  • Ziel der Gedenkstätte ist es, die Erinnerung wachzuhalten und ein Zeichen für Frieden, Menschlichkeit und demokratische Werte zu setzen.

Lage & Umgebung

  • Die Anlage befindet sich im Westen von Überlingen, nahe des Bodenseeufers. Die ruhige Lage steht im starken Kontrast zur bewegenden Geschichte des Ortes.

Parkmöglichkeiten

  • In der Nähe des Eingangs stehen Parkmöglichkeiten im Umfeld zur Verfügung. Von dort erreichst Du den Stollen bequem zu Fuß.

Barrierefreiheit

  • Der Stollen ist nicht barrierefrei zugänglich. Aufgrund der unterirdischen Wege, unebenen Böden und der baulichen Gegebenheiten kann der Besuch körperlich anspruchsvoll sein.

Eintritt

  • Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Fazit

  • Die Dokumentationsstätte Goldbacher Stollen ist kein klassisches Ausflugsziel, sondern ein eindrucksvoller Lern- und Erinnerungsort. Der Besuch hinterlässt bleibende Eindrücke und regt dazu an, sich mit Geschichte, Verantwortung und Menschlichkeit auseinanderzusetzen.

Copyright Foto

Kontakt mit dem Gastgeber
Objektanschrift
Obere Bahnhofstraße 30 , 88662 Überlingen
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